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Schwarzwälder Post, Mittwoch, 22. Juli 2015

Doppelschlag von Miriam Köhler beim Hornisgrinde-Marathon
David Mild komplettiert Erfolg der LG Brandenkopf ebenfalls mit dem ersten Platz

Zell-Unterharmersbach (as). Aufgrund der Termingestaltung beim Hornisgrinde-Marathon kommt es immer mal wieder vor, dass sich Läufer für einen Doppelstart entscheiden. Meist ist es dann der Halbmarathon am Samstagnachmittag und zum Abschluss der 10-km-Volkslauf am frühen Sonntagmorgen. Ein Start beim Halbmarathon und dann noch die 42,195 km am Sonntag sind eher selten und dass dann ein Athlet beide Wettbewerbe gewinnt, dürfte in der Geschichte des Hornisgrinde-Marathons ein Novum gewesen sein am letzten Wochenende.
Miriam Köhler von der LG Brandenkopf war es, die mit ihrem Ergebnis die Fachwelt erneut in Erstaunen versetzte und ihr aktuelles Hoch fortsetzen konnte. Für den Samstag hatte sie sich nach eigenen Angaben schon einen Tempolauf vorgenommen. Dass sie dann vor der routinierten Britta Müller in 1:27:56 Std. den Lauf, sogar in persönlicher Bestzeit gewinnen konnte, war für sie selbst überraschend.
Der Marathon am Samstagmorgen sollte dann eher als Long-Run gestaltet werden, doch auch hier konnte sie sich trotz schon früh einsetzender Muskelschmerzen vor dem gesamten Feld durchsetzen und lief mit 3:17:28 Std. eine beachtliches Ergebnis - und dies nur zwei Wochen nach dem Zermatt-Marathon.
»Das hätte ich nicht gedacht!«, meinte Miriam Köhler, »ich bin ja gerne hier und starte auch oft beim Berglauf im Mai.« Die gelernte Speditionskauffrau wohnt zwar inzwischen in der Nähe von Stuttgart, startet aber weiterhin für die LG Brandenkopf: »Da ist Heimat und Familie«, so ihre einfache und einleuchtende Begründung.
David Mild, der ebenfalls für die LG LG Brandenkopf startet und schon vor zwei Jahren den Marathon am Rande des Nationalparks gewann, konnte ebenfalls seine Form bestätigen: Schon nach 2:44:41 Std. lief er in das Ziel in der Nähe der Schwarzwaldhochstraße ein. Das Wetter um 8:00 Uhr beim Start war leicht schwül-gewittrig. Zwar donnerte es ein wenig und kurz frischte der Wind stark auf, die Teilnehmer konnten die ersten Kilometer jedoch ohne Regen laufen.
»Ich bin von Anfang an alleine gelaufen«, wusste Mild zu berichten, eskortiert von zwei Begleitfahrrädern, von denen er sich gut unterstützt fühlte. »Als ich hörte, dass der Vorsprung wächst, hat mich das sehr motiviert«. Außerdem sprach für ihn: »Heute war es kühler als vor zwei Jahren, das liegt mir besser«, so der 29-jährige Landwirt. Er musste übrigens wegen der Erdbeerernte sein Training etwas einschränken und flog unmittelbar nach seinem Sieg in die Anden in Urlaub, um dort Helfer für einen Marathon zu sein.
Weiterhin von der LG Brandenkopf liefen die 42 km Christian Berghof, der mit 3:59:37 Std. den Altersklassenplatz 2 belegte, sowie Michael Sackmann, für ihn reichte es mit 4:16:54 Std. auf Rang 8.

David Mild / Miriam Köhler / Christian Berghof
Die erfolgreichen LG Brandenkopf-Läufer an der Hornisgrinde (von links) David Mild, Miriam Köhler und Christian Berghof.
                                                                                               Foto: Alfred Siegesmund

Reportage »43. Schöck-Hornisgrinde-Marathon und 48. Int. Volkslauf 10km/HM Hundseck/Bühlertal« auf www.laufreport.de/


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