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Schwarzwälder Post, Mittwoch, 19. Juli 2017

Silvretta-Marathon erwies sich als sehr »hard«
LG Brandenkopf zum ersten Mal bei dem Traillauf in Ischgl/Galtür

Zell-Unterharmersbach (be). Im Rahmen des Silvretta-Runs, der am Samstag zum 6. Mal durchgeführt wurde, wird u.a. eine Streckenvariante über die klassische Marathondistanz von 42,195 km angeboten. Mit dabei waren Rosi Knäble, Daniel Knäble und Bernd Erhardt von der LG Brandenkopf.
Der Verlauf erfolgt nach dem Start in Ischgl durch das Fimbatal über die Heidelberger Hütte hoch zum Kronenjoch als höchster Punkt in knapp 3000 Meter Höhe ü.d.M. Abwärts gehtís es dann durch das Jamtal vorbei an der gleichnamigen Hütte zurück nach Galtür.
Die ältesten aktiven Läufer der LG Brandenkopf Rosi Knäble und Bernd Ehrhardt hatten diesen Lauf zum ersten Mal in ihr Programm aufgenommen, auch um einen Vergleich zu den klassischen Bergmarathons in der Schweiz, Liechtenstein und Österreich durchführen zu können. Begleitet wurden die beiden von Daniel Knäble, der zum ersten Mal an einem Marathon in den Alpen teilnahm.
Geboten wurden den Dreien dann aber auch alles was ein Trail-Marathon eben beinhalten kann: Regen, Neuschnee, Sonne, tiefe Bäche, Sumpf und eben die »normalen« felsigen Bergpfade, die sonst im behutsamen Wanderschritt bewältigt werden. Dabei wurde allen klar, warum die Marathonstrecke in der Ausschreibung als »hard« beschrieben wird. Aus Sicherheitsgründen hatten die Veranstalter an der Heidelberger- und der Jamtal-Hütte Zeitlimits eingerichtet, die zu einem Ausschluss aus dem Lauf führen, falls diese Punkte zu spät erreicht werden würden.
So ist es zu erklären, warum nur 20 Läuferinnen und 96 Läufer die Wertung schafften. Außer Rosi Knäble wurden sämtliche Läuferinnen der Altersklasse 60 Opfer dieser Regelung und so erreichte sie, als älteste Teilnehmerin im Marathonfeld, unangefochten nach 5 Stunden und 55 Minuten das Ziel beim Sport- und Kulturzentrum in Galtür und konnte bei der Siegerehrung einen wertvollen Preis in Empfang nehmen. Die Siegerzeit hätte übrigens auch in der nächstunteren Altersklasse 50 für einen Podestplatz gereicht, Zeichen dafür, dass sie wieder einmal sehr gut vorbereit war.
Auch Daniel Knäble hatte offensichtlich vor seinem Debüt in den Alpen ein gutes Vorbereitungsprogramm absolviert. Nur durch einen Ausrutscher auf dem Eis kurz vor dem Kronenjoch aufgehalten, lief er nach 5:18 Stunden im Ziel ein. Bernd Ehrhardt, ältester Teilnehmer bei den Herren, benötigte für die sehr anspruchsvolle Strecke 6:15 Std. (Platz 5 in der AK 60), ebenfalls durch ein paar kleine Stürze beim Abwärtslaufen aufgehalten. Fazit der Läufer der LG Brandenkopf: ein Lauf mit vielen Abwechslungen, günstigen Startgeldern und umfangreichen Leistungen bezüglich Preisgeldern, Strecken- und Zielverpflegung sowie örtliche Betreuung.
Bernd Kuderer, der Ultraspezialist der LG Brandenkopf an sich, lies es am Wochenende etwas kürzer angehen: Beim Eigertrail in Grindelwald lief er über die 16 km Strecke mit 960 Höhenmetern nach 1:33 Stunden auf den zweiten Platz.

Die Teilnehmer der LG Brandenkopf vor dem Start des Silvretta-Marathons (von links):
Bernd Ehrhardt, Rosi Knäble und Daniel Knäble.
                                                                                                               Foto: Verein


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