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Schwarzwälder Post, Mittwoch, 24. Juni 2026

LG Brandenkopf beim Zugspitz Ultratrail mit zwei Athleten erfolgreich am Start

Zell-Unterharmersbach (stk). Beim diesjährigen Zugspitz Ultratrail by UTMB, einem der größten und renommiertesten Trailrunning-Events Europas, waren auch zwei Athleten der LG Brandenkopf erfolgreich am Start. Mehrere tausend Läuferinnen und Läufer aus zahlreichen Nationen gingen in den verschiedenen Wettbewerben rund um Deutschlands höchsten Berg auf die Strecke.
Für Catharina Stettin stand der Mittenwald Trail auf dem Programm. Die 44 Kilometer lange Strecke führte über 2.110 Höhenmeter durch die alpine Bergwelt zwischen Mittenwald und Garmisch-Partenkirchen. Nach dem Start in Mittenwald verlief die Route zunächst über Elmau und die Hänge oberhalb von Wamberg in Richtung Kreuzeckgebiet. Der anspruchsvollste Abschnitt des Rennens führte anschließend in die hochalpine Region unterhalb von Alpspitze und Oster-felderkopf auf rund 2.000 Meter Höhe. Dort warteten steile Anstiege, technische Bergpfade und anspruchsvolle Trails, die Ausdauer und Trittsicherheit gleichermaßen forderten. Anschließend ging es zurück ins Tal und weiter ins Ziel nach Garmisch-Partenkirchen.
Stettin bewältigte die Strecke in 8:36:48 Stunden und erreichte damit den 808. Platz im Gesamtklassement. In ihrer Altersklasse W45-49 belegte sie den 23. Rang, in der Frauenwertung wurde sie 272.
Noch größere Ausdauer war bei Stefan Kienzle gefragt. Er hatte ursprünglich für den Zugspitz Ultratrail über 107 Kilometer gemeldet. Aufgrund von Gewittern und schwieriger Wetterbedingungen musste die Strecke jedoch kurzfristig angepasst und auf rund 74 Kilometer mit etwa 3.000 Höhenmetern verkürzt werden. Der Start wurde nach Leutasch in Tirol verlegt, wo am Freitagabend um 21:30 Uhr der Startschuss fiel.
Damit begann für die Teilnehmer eine lange Nacht in den Bergen. Mit Stirnlampe führte die Strecke zunächst über die Hämmermoosalm und den Hubertushof nach Mittenwald. Über Schloss Elmau und die Laubhütte ging es weiter in Richtung Garmisch-Partenkirchen. Erst mit den ersten Sonnenstrahlen wurden die Konturen des Wettersteingebirges wieder sichtbar. Zu diesem Zeitpunkt lagen bereits viele Stunden und zahlreiche Höhenmeter hinter den Läufern. Mit dem Anstieg über die Hochalm in Richtung Osterfelderkopf wartete schließlich der anspruchsvollste Abschnitt des Rennens, ehe der lange Abstieg ins Ziel folgte.
Nach 13:58:38 Stunden erreichte Kienzle das Ziel in Garmisch-Partenkirchen. Zu diesem Zeitpunkt war er nahezu die komplette Nacht und den folgenden Vormittag auf den Beinen gewesen. Im stark besetzten internationalen Teilnehmerfeld bedeutete dies Platz 580 insgesamt, Rang 128 in der Altersklasse M35-39 sowie Platz 499 in der Männerwertung.

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